Die Dame vom Empfang

Beginnen wir direkt mit dem kleinen Ärger. Frauen und “Technik”…

Unsere Wohnung verfügt über eine Passivlüftung. Auf höheren Stufen zieht es unerfreulich eisig kalt unter einem Fensterflügel herein. Nicht Sinn der Erfindung. An diesem Fenster steht mein Arbeitsplatz. Ergo, ich habe kalte Füsse. Nein, vor allem der linke Fuss leidet unter diesem Zug. Und damit meine Laune.

Problem erkannt, Anruf in die Verwaltung, damit jemand zum Richten des Fensterflügels vorbeigesandt werden könne. Simpel. Logisch. Doch ich habe die Rechnung ohne die Dame vom Empfang gemacht. Bei den ersten Fragen à la “…ist das Gerät am Stromnetz angeschlossen?” denke ich mir noch nicht viel. Sie wird das wohl so im Skript haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Ahnung von Fenstern und Passivlüftungen hat, sinkt mit jeder Frage und ihrem Tonfall.  Muss sie auch nicht.  Vielleicht muss sie doch. Denn nun kommt die Frage des Tages -und das Morgens um 9:18 Uhr!

“Handelt es sich denn um ein physisches Problem?” Bitte was? Meint sie das Fenster, den Zug oder eventuell meinen kalten Fuss?

Werte Dame vom Empfang, wenn ich ihnen den Kopf abreisse, wäre das eine Demonstration dessen, was ein physisches Problem ist. Wer mir eine solche Frage stellt, legt allerdings nahe, dass der Kopf längst abgerissen ist, oder er nur noch zu dekorativen Zwecken zuoberst auf dem Halse sitzt.

Regel Nummer eins: Man verwendet keine Worte die man nicht versteht. Regel Nummer zwei: Man stellt keine schlauen Fragen zu Dingen von denen man nichts versteht. -Problem freundlich aufnehmen und weiterleiten reicht.

 

 

 

 

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