Die Post hat ein Problem

Die Schweizer Post mutiert. Zum Krebsgeschwür.

Leistungsabbau seit Jahrzehnten -dafür kann man heute in den noch bestehenden Postfilialen Duschbrausen kaufen; eine Idee, die sich der Erdenker bei der Post gleich sonst wohin stecken sollte. Wenn ich zur Post gehe, dann weil ich muss. Nicht für Duschbrausen. Zurück zum Thema. Nicht nur, dass die Preise kontinuierlich aus völliger Lust an der Preistreiberei steigen -und niemand ihnen den Deckel über den Kopf haut-, das Postpersonal ist dazu noch unfreundlich, faul und egal wo man hinkommt, ungepflegt. Wie wär’s mit Haare waschen?  Für die grässlichen Uniformen können die Zusteller nichts, es verrät nur wie der ganze Laden tickt und unterstreicht die schlampige Haltung gegenüber einem eigentlich wichtigen Auftrag. Der Zustellung von Korrespondenz.

Wieder zurück zum Thema. Das Problem der Schweizer Post ist ein riesengrosses: Sie beherrscht ihre Kernaufgaben nicht. Das Annehmen, Bearbeiten und Ausliefern von Briefen und Paketen. Besonders auffällig ist, dass private Postsendungen, ganz besonders Briefe in erschreckender Häufigkeit niemals ankommen. Millionen Franken an Briefporto einfach vergammelt.  Die reguläre Antwort bei der Schweizer Post: “Das kann schon mal vorkommen.” Das kommt ständig vor! Nicht “mal”.  Trotz vermerkten Absendeadressen gelangen die nicht zugestellten Briefe allerdings auch nie an ihren Absender zurück. Warum, warum?

Geschäftssendungen von staatlichen Betrieben kommen meistens, aber auch längst nicht immer, an. Was jedesmal zu Diskussionen führt und für den gedachten Empfänger in vielen Fällen mit Zusatzkosten verbunden ist. Der Kleine ist immer der Dumme.

Paketsendungen kommen mitunter dreiviertel Jahre zu spät an, das Tracking, wenn man es dann noch verfolgen lässt, behauptet dabei, das Paket sei vor einem dreiviertel Jahr zwei bis drei Tage nach Aufgabe zugestellt worden.  Welchen Sinn macht ein Tracking, wenn es manipuliert wird?

Und dann fällt auf, manche Dienstleistungen der Schweizer Post werden allen Ernstes mit Preisen von  Fr. x.94 und x.89 angeboten. Wie wär’s mit “richtigen” Preisen?

Dass die Internetpräsenz der Schweizer Post und der dazugehörenden Postfinance  ein Nirvana der Mühseligkeit ist, macht es nur noch klarer. Dieser Betrieb braucht eine radikale Reform. Wieder gut geschultes, freundliches, gepflegtes Personal, eine anständige Kleidung, zweckmässige Transportmittel die weder umstürzen noch die Post vom Winde verwehen lassen -jaaaa, alles schon gesehen-, Abläufe die das “Verlieren” von Sendungen verhindern,  Diebstähle durch das Personal vermeiden, Preise auf zweckmässige Tarife senken und den Verkauf von Duschbrausen verzichten…

Das Briefmonopol gehört endlich aufgehoben. Schon lange gibt es keinen Grund mehr, dieses zu schützen. Ist die Schweizer Post nicht fähig im freien Wettbewerb zu existieren, gehört sie geschlossen. Briefe “verlieren” kann man auch ohne dafür extra Markengeld auszugeben.

Meine Post geht, wo immer möglich, auf anderem Weg zum Empfänger. So kommt sie interessanterweise bisher stets an.

 

 

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