Tschüss Eisbär

os-and-fm-cover-drafts-14-dec-2016

-Hallo Polarbär!

Wir denken an die Grossen Weissen, deren Fell aber gar nicht wirklich weiss, sondern farblos ist und die reine Menge an Haaren zusammen mit dem Licht diesen Bären weiss erscheinen lassen.  Naja, weiss ist er eigentlich auch nur im Kinderbuch.  Richtige Bären vom Polarkreis sind gelblich, gäggelig bis bräunlich. Je nach Lichteinfall.

Trotzdem ist genau dieses Eis auch sein grösster Feind. Je mehr Eis, umso weniger Mahlzeiten bekommt der Bär. Es ist ein feines Gleichgewicht. Sein helles Fell, ist eine gute Anpassung an sein weisses Umfeld. Als Jäger ist er auf einen sinnvollen Tarnanzug angewiesen. Doch Tarnung nützt nichts, wenn man nicht an sein Essen kommt.

Wie überall sonst auf der Welt, schwankt auch am Polarkreis das Wetter in grossen Zyklen. Vor einiger Zeit haben die extremen Verhältnisse vielen Bären die Futtergrundlage entzogen. Sie mussten sterben, hungern oder sehr weit wandern und gerieten dadurch in Konflikte mit ihren Kollegen, die ebenfalls die knappen Ressourcen verfolgten. Für die Bären zum Glück -den Menschen und Tieren zum Schaden- gibt es auch weit im Norden noch Siedlungen, in die die Bären einzogen um sich über Abfälle, Tiere und bei Gelegenheit auch Menschen her zumachen. Wo Essen ist, gibt es für einen Bären bekannterweise wenig Gründe nicht hinzugehen. Da nützt nicht viel, der Bär ist intelligent und gross genug um Einiges anzustellen um an “sein” Futter zu kommen. Das ist ein Problem für uns Menschen und für die Bären.

Aktuell haben die Bären beste Futtergrundlagen und sind zufrieden und feiss. Seit Jahrzehnten steigt die Zahl der Polarbären kontinuierlich. Die Population ist gesund und umfasst derzeit ca. 30’000 Tiere. Tendenz weiter steigend. Vorallem wenn die Nahrung weiterhin gut erreichbar ist.

Den derzeit idealen Natur-Bedingungen, die den Bären die riesigen Mengen an Beutetieren garantieren, ist es geschuldet, dass wenige Polarbären in Konflikt mit Menschen geraten und nicht hungern müssen.

Verabschieden wir uns vom Eisbär und heissen den Polarbär willkommen. Der Eisbär stirbt nicht, weil das Eis, das ihm seinen Namen gibt, weniger wird. Er blüht auf.  Sein Lebensraum ist und bleibt aber der Polarkreis.

(wer English gut beherrscht oder seinen Kindern Eisbärlektüre in englisch gönnen möchte, dem sind die oben abgebildeten Bücher wärmstens zu empfehlen)

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