Problem-Fuchs

Vor kurzem machte ein Fuchs Schlagzeilen, weil er ein ungewöhnliches Interesse an Menschen zeigte -insbesondere an einem, der mit Dämlichkeit, Dummheit und einer höchst amüsanten Peinlichkeit sich wunderbar ins Szene setzte.

Dass so etwas überhaupt gebracht wird und, dass sich dann sogar sogenannte Fachleute, inklusive jener die autorisiert sind ein Tier einfach über den Haufen zu schiessen, diesem weicheiernen  Kleinkindergeplärr annehmen anstatt dem Bubi den Hintern zu versohlen und ihn zurück in den Unterricht zu schicken, das ist bedenklich. Für den Fuchs fatal. (Ich würde vorschlagen, man schlägt mal rasch nach, was “fatal” bedeutet, damit wir uns hier verstehen. Alles klar? Also.)

Wie mancher unserer degenerierten und eilverblödeten Zeitgenossen glaubt wohl nun tatsächlich an so etwas wie einen Problemfuchs? Es gibt durchaus immer wieder Fälle wo Füchse da auftauchen wo man sie nicht unbedingt brauchen kann. Im Bett, in der Küche, im Auto…

Überlegen wir uns mal folgendes: Wir gehen heute auf Öko, Naturnah, Alternativ und so weiter. You name it.  Wir wollen tatsächlich Tierchen schützen und befreien und … vermutlich vorallem kuscheln, aber das ist eine saublöde Idee, nur zum sagen… auf gar keinen Fall essen. Aber wenn die Natur tatsächlich nah kommt, dann scheissen wir uns in die Hosen, dass es keine Kuh schöner könnte, wir fühlen uns bedroht (ich lache mich ja zu Tode; also lassen wir das), sind empört über diese Frechheit -Respektlosigkeit nennen wir es so gerne, damit niemand merkt wie tief der Lebens-IQ hängt- und schreien nach der Elimination des Problems. Der Fuchs habe seine natürliche Scheu verloren. Das ist lächerlich. Bei einem Fuchs sogar oberlächerlich. Wer so blöd tut, dem geschieht es recht wenn ihn seine Schulkollegen ordentlich geplagt haben. Zu wenig, wie es scheint, er hat nichts gelernt.

Der Fuchs ist praktisch unser einziges Raubtier in der Schweiz.  Bevor jetzt jemand ausruft: die paar Luchse zählen nicht. Sorry. Geh. Als Hundeartiger frisst der Fuchs praktisch alles. Er ist aber auch klein genug um für gewisse Tierarten -die wir längst ausgemerzt haben, weil …. siehe weiter oben- auch Beute zu sein. Das heisst, er muss gut beobachten können und anpassungsfähig sein. Und das ist er. Er hat eine Lösung für das Problem gefunden, dass wir in unserem ganzen Land jegliche Wildnis zerstört haben und immer weiter in die Natur -das Zuhause vom Fuchs- hineinbauen. Und dann wundern wir uns, dass uns der ursprünglich Einheimische in die Quere kommt.

Liebe Menschen – das ist eine wirklich peinliche Vorstellung von uns. Und wir wollen ernsthaft behaupten intelligent zu sein? Ähm…

Nun. Welches Problem könnte ein Fuchs denn für uns sein?  *zirp-zirp-zirp-zirp*     Ideen? Irgend jemand Ideen?

Nur solche Menschen wie der Eingangs beschriebene könnten ein kleines Problem haben. Nämlich, dass sie sich verhalten wie ein verschrecktes Huhn, erstaunt auch einen Fuchs. Und wenn Fuchs sich das so anschaut, muss er eingestehen, wenn diese Zweibeiner nur riesige Hühner sind, die noch hysterischer als echte Hühner sind, dann muss man das erkunden, verfolgen…. vielleicht gibt’s ja gratis Zmittag.

Während der Fuchs sich also völlig normal verhaltet und gwundrig seine Welt erkundet, benimmt sich der Mensch vollkommen abartig. Sind wir nun Raub- oder Fluchttier? Wir haben wirklich so die letzten Millionen Jahre überlebt?

 

 

 

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