Haus und so: Hitzeschutz

Es ist so weit. Der Sommer ist dieses Jahr früh dran. Nach einem ordentlichen Winter, nun ein ordentlicher Sommer. Leider auch ordentliche Hitze.

Wunderschön sind die milden frühen Morgenstunden. Man muss aber schon richtig früh dran sein. Danach wird es rasch heiss und man wünscht sich ein kühles Fleckchen zum Verkriechen und Arbeiten, bis es wieder angenehmer wird. Die bombig isolierten Häuser heute machen das kühle Fleckchen rar. Die Wärme ist fast nicht draussen zu halten. Wehe dem der es verpasst hat, um 4 Uhr Morgens die Räume zu lüften und kühle Luft hereinzulassen.

Gut isolierte Häuser die keine eigene Wärme generieren, wären jetzt schön. Ist aber Wunschtraum. Also egal ob alt oder neu, es ist viel zu warm um noch konzentriert arbeiten zu können. Und zuhause wärmt sich die Wohnung während unserer Abwesenheit in aller Seelenruhe auf.

Ein paar Kniffe halten die Raumtemperatur in Schach und sorgen für eine angenehme Temperaturdifferenz von Draussen nach Drinnen. Fenster tagsüber geschlossen halten und nur über die Nacht oder in den ganz frühen Morgenstunden lüften. Beschattet alle Fensterflächen von Aussen. Am besten mit Kipp-Lamellenstoren mit reflektierender Oberfläche oder zumindest in hellen Farben. Dunkle Storenfarben werden sich mit warmen Räumen rächen.

Gute Kipp-Lamellenstoren lassen sich genau so kippen wie es für die Raumhelligkeit und den Standort des Gebäudes bei verschiedenen Einstrahlungswinkeln ideal ist.

Richtig effizient funktionieren Storen aber nur, wenn sie auch geputzt sind. Sobald sich Staubschichten bilden, wird es wieder wärmer im Raum. Das Gleiche gilt für Fensterscheiben. Saubere Scheiben reflektieren Sonnenlicht und Wärme viel besser als schmutzige. Schon feine Dunstschichten auf den Scheiben, sowohl Innen wie auch Aussen transportieren viel mehr Wärme ins Rauminnere.  -übrigens gilt das  auch im Winter. Aber in umgekehrter Weise. Die warme Raumluft wird bei blitzblanken Scheiben viel besser im Raum gehalten. Das reduziert die Heizkosten substantiell.

Getönte Scheiben sind sehr zu empfehlen. Kann man selber machen, mit Geduld und Gefühl -allerdings nicht bei Spezialverglasungen.

Bäume und grosse Sträucher vor den Gebäuden sind ideale Klimaausgleicher. Ein guter Baumbestand spendet nicht nur Schatten sondern kühlt aktiv, wie eine Klimaanlage, durch Verdunstungskälte. In vielen Städten und Wohnquartieren werden heute kaum grosse Grünpflanzen gepflanzt und die alten Baumbestände werden sogar entfernt, aus angeblichen Kostengründen. Der enorme positive Einfluss auf das Klima und die Luftqualität wird dabei völlig ignoriert. Setzt Euch aktiv für starke Bepflanzung ein. Sie sichert das Wohlbefinden und die Gesundheit und pflegt die Grundwasserreserven in den bebauten Gebieten.

Auf Balkonen und vor dem Fenster helfen grössere Topfpflanzen euer persönliches Klima verbessern. Der Effekt ist beeindruckend. Giessen sollte man nicht vergessen.

Hinter euren Fenstern helfen zusätzlich schwere Vorhänge, wenn sich der Raum trotz sauberen Storen und Fenstern zu sehr erwärmt. Der Abstand muss genügend gross sein, das ist wichtig. Am besten kommt es, wenn man zwei Vorhänge hat. Zur Fensterseite einen schweren, dicken, hellen (weissen) Stoff und dahinter einen in Wunschfarbe -ebenfalls dick.  Zur Not kann ein gefütterter Vorhang verwendet werden. Das Futter muss hell sein, sonst wird’s warm und die Scheiben können kaputt gehen.

 

 

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E2050 -selber Schuld

Scheinbar ist das Schweizer Volk doch viel blöder als gedacht.

Nicht, dass ich angenommen hätte, irgendwer in der Agglo Zürich und Grossraum wäre noch halbwegs klar denkend… Hier ist Hopfen und Malz verloren. Zwangsläufig. Um die Klimaveränderung -was war es schon wieder? Erwärmung? Abkühlung? Stabilität?- zu würdigen und entsprechend zu verhindern, muss Bier umgehend verboten werden.

Was sage ich da? Blöd, ich habe ganz vergessen, dass das Klima sich sofort wieder normal verhalten wird, sobald genügend Steuergelder gesammelt sind. Wir sehen, das Klima ist ein geldgieriger Sack.

Machen wir es doch einfach: alles Geld, ALLES, gehört per sofort einfach dem Klima (also dem Staat, also ein paar Halbschlauen die gerne zuviel Znacht essen und mit dem Privatjet oder Heli zu den Saudischen Prinzen in die Ferien fliegen, ohne eigenes Geld auszugeben.

Alle Probleme gelöst. Sofort.

Wer hat denn jetzt noch nicht gemerkt, dass es nur darum geht Euer Geld und Eure Freiheit wegzunehmen?

Das Ja zum E2050 konnte nur durch reine Dummheit zu Stande kommen. Viele Dumme sind das…

Schont den Fuchs!

Bitte, bitte fahrt aufmerksam und mit angepasstem Tempo.

Täglich verlieren hunderte Fuchsjunge ihre Eltern oder Elternteile – der überfahrene Fuchs auf der Strasse hatte mit grösster Wahrscheinlichkeit eine Familie zu versorgen. Entweder müssen ein Partner und die Jungen nun hungern oder die Jungfüchse sind Vollwaisen und müssen deswegen verhungern.

Im Moment haben die Fuchseltern Hochstress. Ihre Jungen benötigen viel Nahrung, die ihnen von beiden Eltern gebracht werden. Fuchsmännchen versorgen in der Anfangszeit auch ihre Partnerin, die bei den Füchslein bleibt. Der Verlust eines Partners bedroht die ganze Familie.

Denkt bitte daran, wenn ihr auf der Strasse seid. Wer aufmerksam fährt, und nicht viel zu schnell, der sieht den Fuchs und kann zeitgerecht bremsen. Füchse rennen kaum “plötzlich” auf die Fahrbahn – die die das behaupten, wollen nur von ihrer Schuld ablenken.

Manche Fuchswelpen sind jetzt bereits etwas grösser  und laufen herum. Füchse verlegen ihren Wohnort in dieser Zeit -d.h. manchmal sieht man Füchslein unterwegs, sie sind unscheinbar, klein, Asphaltgrau und ausgerechnet in der Dämmerung am häufigsten auf Wanderschaft. Bitte dann besonders umsichtig fahren. Junge Füchse können noch nicht schnell rennen oder plötzlich umkehren. Das bedeutet, einmal auf der Fahrbahn, braucht er seine Zeit um wieder runter zu kommen. Zudem können sie noch nicht wie ihre Eltern den Verkehr oder Geräusche einschätzen.

Man kann es nicht oft genug sagen: Fahrt umsichtig!

Es gibt nur einen Grund warum Wildtiere tot gefahren werden: schlechte Autofahrer.

 

Was macht der Fuchs auf der Fahrbahn? Nebst der Tatsache, dass Fuchsreviere halt oft eine Strasse kreuzen -wirklich nicht verwunderlich in einem so zugesträsselten Land wie der Schweiz-, der Fuchs darum immer mal wieder von A nach B muss, gibt es gerade jetzt einen triftigen Grund warum Füchse oft auf Strassen zu finden sind: Tierkadaver (von wem wohl verursacht?), Abfall, platte Insekten, Amphibien, Regenwürmer, Kleintiere. In der Zeit der Juntieraufzucht sind möglichst bequeme, schnelle Futterquellen überlebenswichtig – was schon tot da liegt, muss man nicht mehr jagen. Ergo findet der Fuchs die Strasse ein ziemlich guter Ort um an Essen zu kommen.

Ganz einfach: Reduziertes Tempo und Aufmerksamkeit und schon haben Sie aktiven Tierschutz geleistet mit einem absoluten Ergebnis und das auch noch vollkommen gratis.

Nur Idioten fahren Tiere zu Tode -ja, “sorry, gäll”, so ist es.

 

(nebenbei erwähnt: wer ein Tier tot fährt, hält gefälligst an und legt es zur Seite und meldet den Vorfall, damit es weder zu Brei gefahren wird, noch andere Tiere anzieht und damit die Zuständigen es nicht mühevoll vom Teer schaben müssen)

 

 

Traum-Rasen

Das Geheimnis für einen traumhaften Rasen: Pferde-Bollen à la carte.

Hingebungsvolle Pflege braucht er natürlich auch, der Rasen. Ohne Fleiss, kein Preis.

Mit Variationen von Pferdedung, reduziert sich der benötigte Aufwand sensationell; für einen Rasen, der alle Nachbarn grün vor Neid werden lässt -oder ist es eventuell nur das leuchtend satte Grün Ihres Traum-Rasens?

Pferde-Bollen sind der Leckerbissen für Ihre Rasengräser, und nicht halb so attraktiv für Klee und Schlimmeres.

Die wichtigste Regel beim Einsatz von Pferdeprodukten für Pflege während der Vegetationszeit bei einem bestehenden Rasen:  NUR Dung verwenden.

Produkte mit Einstreu enthalten zu viele Holzfasern und oftmals zuviel Stickstoff. Solches kann gezielt für Sanierungen und die Pflege während der Ausser-Saison moderat eingesetzt werden.

Je nach Zielsetzung verwendet man voll- oder teilkompostierten, angelagerten (wenige Tage bis maximal zwei Wochen alt) oder frischen Dung.

Kompostiert oder teilkompostiert, sowie zwei Wochen angelagerter Dung ist praktisch geruchlos und riecht nur noch nach Kompost/Erde und hat eine mittel-feuchte bis trockene Konsistenz.

Als einziger, ist frischer Dung nicht für jedes Näschen geeignet und sollte auch auf dem Rasen eher nur ganz gezielt eingesetzt werden, wenn man weiss was man tut.

Wenn das Produkt nicht vollkompostiert ist, muss man vorher unbedingt wissen, dass es ganz sicher nicht von Plackenhaltigem Futter stammt, sonst hat man bald diese lästigen Pflanzen auch im Rasen. Persönlich traue ich auch Kompostiertem nicht über den Weg, wenn ich nicht genau weiss, dass es keine Plackensaat enthalten kann.

Vor noch nicht all zu langer Zeit wurde die Unsitte eingeführt, Pferden minderwertiges Futter von ungepflegten, unausgewogenen Wiesen mit reifen Placken zu verfüttern. Frisch frisst kein Pferd Placken, wenn es nicht kurz vor dem Hungertod steht und junge Placken wären auch im Futter kein Problem. Der sehr späte Schnitt -hierzulande “Öko” genannt- führte dazu, dass der früher heiss geliebte frische Pferdemist in Verruf geriet. Pferdemist, um den sich die Leute noch vor 70 Jahren sprichwörtlich stritten, und bei jeder Gelegenheit ganze Wagenladungen voll bei Nacht und Nebel vom Miststock Anderer klauten, um ihn nicht teuer kaufen zu müssen…

Wichtig zu wissen: Der Dung sollte keine Medikamente die das Tier erhalten hat enthalten. Solcher Dung kann der Privatanwender der nur kleine Mengen auf kleiner Fläche einsetzen kann,  nicht gebrauchen.

Am besten gedeiht, nach persönlicher Erfahrung, was mit Dung von Pferden behandelt wird, die ungespritztes, langsam gewachsenes, eher junges Futter mit vielseitiger Pflanzen-Zusammensetzung fressen.

Die Anwendung angelagertert oder kompostierter Produkte verbessert das Bodenklima, hilft dem Rasen Wasser zu speichern, verhindert Austrocknung und Hitzestress bei Trockenheit und sorgt andererseits bei viel Wasser dafür, dass der Rasen nicht “ertrinkt”. Und die Bodenlebewesen danken es auch -mit einem Traum-Rasen.

 

Ganz nebenbei: 20l angelagerter Dung (oder hier auch Mist mit Einstreu) sind perfekte Starter/Helfer pro 100l Kompostbehälter. Hier unbedingt auf Freilagerung achten. Produkte aus Mulden oder von Mistplatten sind für den Kompost unbrauchbar.

 

 

 

 

 

Hot Dog -Hunde kochen

Ziemlich zeitig dran ist die sommerliche Hitze dieses Jahr.

Trotz Hundeführerschein und Informationsfreiheit stehen jeden Sommer die Plakate für die ganz Dummen in den Städten:

“Lassen Sie Ihren Hund bei Hitze nicht im Auto!”

Schockierend. Schlicht, schockierend.

Es ist mir -obwohl mir täglich bewusst wird, wie dumm und auch noch stolz darauf, Menschen sind- unvorstellbar, wie irgendjemand überhaupt auf die Idee kommen könnte, seinen Hund im Auto zu garen.

Eine einzige Frage: Würdest DU jetzt auch nur 10 Minuten an der Sonne im geschlossenen oder fast geschlossenen Auto sitzen? Nein?

Das kann doch um Himmels Willen nicht so schwer sein. Ich meine, immerhin behauptet ja doch jeder er liebe seinen Hund und verstehe ihn und … (der Hund brauche ein Tütü), aber, dass es vielleicht nicht so gut sein könnte, auch nur den ollen Gummibaum bei solchen Bedingungen im Auto zu lassen, DAS kommt einem dann nicht in den Sinn?

Ist diesen Leuten denn überhaupt bewusst, dass ein Hund ein Lebewesen ist?         Mit Herzschlag, Blut und Gefühlen.

Mich erstaunen eigentlich drei Dinge: 1. dass es vor kommt, 2. dass man es den Leuten sagen muss und 3. dass dieses “Wissen” offensichtlich nicht Bestandteil der Lektionen des abgeschafften Hunderführerausweises war. -ahja, wann erhalten wir das dafür investierte Geld zurück?

Pferdeverbesserung

Dreh- und Angelpunkt jeder Pferdehaltung ist die Fütterung.

Die Ernährung  des Pferdes kann gar nicht deutlich genug betont werden. Wie das Pferd frisst, so leistet es auch.

Meine Erfahrung in den Jahrzehnten mit Pferden, sei es die Haltung, der alltägliche Umgang oder die Nutzung, ist die, dass sich Probleme in Luft auflösen, in dem exakten Moment wo das korrekte Nahrungsangebot besteht.

 

Unnötig zu erwähnen, dass ein schlechter Reiter, eine verwirrte Seele oder eine dumme Nuss deswegen noch lange nicht plötzlich den Himmel auf Erden haben werden.

Ebenfalls unnötig zu erwähnen, dass mehr, teurer und komplizierter nicht = Besser.

Fettes Pferd!

Seit meiner Kindheit bis heute werden Pferde immer dicker. Es scheint fast, wie bei den Menschen, die Fettleibigkeit ist zum Breitensport mutiert. In den Ställen vieler Freunde sind deren damals schlanken, athletischen, gesunden Pferde über die Jahre feisser und feisser geworden und niemand hat es bemerkt. Ganz erstaunt oder beleidigt wird reagiert, wenn man sich einmal eine Bemerkung erlaubt, wenn der Gaul in der Kurve vom Auslauf in die Box fast krepiert und nur noch mit Müh und Not nach dem Wälzen wieder auf die Beine kommt. Der angestrengte Galopp, der nur noch der Beinfolge nach als solcher zu erkennen ist, ist zum verzweifelten Rudern ohne Ergebnis verkommen. …dann spricht man von hoher Knieaktion. Uuh, wow!  Und der Hals, so dick, dass das Pferd seine Brust mit dem Kopf nicht mehr erreicht um eine Fliege zu verscheuchen.

“Läuft der gut?” frage ich dann öfter mal. Obwohl ich eigentlich weiss, dass offensichtlich nicht nur vergessen gegangen ist, wie ein Pferd eigentlich aussieht ohne 200kg Übergewicht, sondern auch wie sich ein “gut laufendes” Pferd anfühlt. Wie zu erwarten, unter diesem Umstand, bekomme ich dann natürlich nur positive Antworten. Oder höchstens noch, dass er halt auf harten Böden eventuell nicht soooo gut gehen kann oder noch schöner “am Schritt müssen wir halt noch etwas arbeiten.”

Sicher, das dicke Pferd ist keine Neuerscheinung. Das Problem übergewichtiger Pferde kennt die Menschheit schon lange und viele Pferde mussten die Unfähigkeit der Figurhaltung ihrer Betreuer letztlich mit dem Leben bezahlen, weil sie ihren Dienst nicht mehr tun konnten oder ernsthaft krank wurden.

Die Barockreiterei auf den berühmten Stichen von Ridinger, Gemälde der Reitere von de la Guerinière und ähnliche zeigen grotesk fettleibige Pferde mit beulender Zellulite statt Muskulatur. Wobei es sich da natürlich um Kunst handelt und die wiederum ist von Modeströmungen geprägt, was nichts mehr mit dem lebenden Kunstobjekt zu tun haben muss. Da wissen wir es einfach nicht. In späteren Zeit, den Anfängen der Fotografie gibt es Abbildungen sowohl fotografischer, wie auch gezeichneter Art von ein und demselben Pferd, bei denen die Diskrepanz zwischen Kunst und Realität immens zum Vorschein kommt.

Worin liegt der Reiz in einem fetten Pferd? Ich weiss es nicht. Mit manchen modernen Haltungsideologien entsteht klar ein Konflikt zwischen Gut und Böse, manchmal ist es einfach bequem aber es grundsätzlich Tierquälerei ein Pferd solange sich vollfressen zu lassen, bis es sich nicht mehr in seinem vollen Rahmen bewegen kann, beulende Fettpolster, teils hart wie Fussbälle an den unmöglichsten Orten am Körper entwickelt, nur noch mit kurzem Tritt auf überlasteten Hufen vorsichtig gehen kann oder gar Hufrehe oder ähnlich Dramatisches entwickelt.

Wichtig ist unbedingt festzuhalten, dass der Grossteil aller Pferde in diesen Zustand versetzt werden bei “bester Pflege und Absicht”. Sie sind kaum das Resultat von Vernachlässigung.

Wie konnte es kommen, dass keiner merkt, wie er sein Pferd zu Grunde richtet? Ja, dafür noch viel, sehr viel Geld ausgibt, das Pferd genau dahin zu bringen und diesen Status zu erhalten. Nur um dann in der Folge zur weiteren Pflege des Problems -nicht des Pferdes!- des Problems, weiter sehr viel Geld für die diversen Therapieformen und Zusätzchen, Spezialfutter, Spezialsattel und so weiter und so fort zu investieren. Wo letztlich alles darin endet, dass weder das Pferd noch der Besitzer einen Nutzen daraus zieht; es sei denn, der Besitzer geniesse es einen Schwerbehinderten zu pflegen und krank zu machen -sowas soll es ja geben. Im Endeffekt ist das Pferd krank, unbrauchbar, auch nicht ohne Nutzungswünsche des Menschen fähig angenehm, gesund und schmerzfrei zu leben und letztlich geht es ein. Zugegeben, es dauert mitunter Jahrzehnte stillen Leidens, bis der Tag kommt wo auch dem Letzten klar wird, dass das Pferd “erlöst” werden muss.

Pferde mit einer fatalen Kolik oder einer horrormässigen Hufrehe sind vielleicht noch die Glückspilze die einen Notausgang aus diesem Leben gefunden haben.

Was ist das für eine Mode? Wer sein Pferd selber hält, kann sich nirgendwo aus der Schuld reden. Er ist ganz allein verantwortlich dafür, wie es seinem Pferd geht. Steht das Pferd in einem Stall wo ein anderer den Auftrag zur Versorgung des Tieres hat, ist das Eigentum des Pferdebesitzers dem Gutdünken des Dienstleisters ausgeliefert. Der Eigentümer hat in der Regel keinen Einfluss darauf, wieviel und was sein Pferd erhält. Und wenn das Gebotene zum Tode des Pferdes führt, ist das einfach Pech. Das muss so hingenommen werden.

Mit viel Glück landet der Eigentümer mit seinem Pferd auf einem Betrieb in welchem der Betreiber die nötigen Fähigkeiten hat und das Engagement gross genug ist, die ihm anvertrauten Tiere optimal zu versorgen.  Die Hingabe lässt häufig sehr zu wünschen übrig. Da hilft nur umziehen und was Neues ausprobieren.

Wenn die neuen Reiter heute ein Pferd kaufen, wissen sie oftmals schon gar nicht, wie ein gesundes Pferd eigentlich aussieht oder läuft. Da wird es schwierig, dass sie Probleme früh oder überhaupt erkennen. Möglich, dass man davon ausgeht, das sei Normal.

Normal ist es aber ganz und gar nicht, wenn ein Pferd ständig kleinere oder grössere Probleme hat. Dann stimmt etwas nicht und dem sollte man schleunig auf den Grund gehen. Ein Pferd dessen Rippen man beim freien Trab nicht sieht, ist zu dick.

Zu allermindest müssen die Rippen im Stehen, mit der flachen Hand über den Rumpf streichend, problemlos zu erfühlen sein. ALLE Rippen!

Dass auch ältere Pferdeleute, die seit vielen Jahren Pferde haben und teilweise seit 20 und mehr Jahren die gleichen Pferde besitzen, nicht merken wollen, dass ihre armen Tiere doppelt so schwer sind wie sie sein sollten und waren, noch vor 15, 10, 5 oder auch erst 2 Jahren, das ist unverständlich.

Unabhängig davon ob ein Pferd geritten oder gefahren wird, es soll nicht fett sein. Dann ist es in der Regel auch gesund.

Das Schlankhalten kann mit Aufwand verbunden sein. Insbesondere ist ein ständiger Zugang zu Futter nicht immer möglich oder sinnvoll, wenn das Pferd gesund bleiben soll. Es ist aber auch völlig unnötig. Erfordert aber, dass man sich regelmässig um die Nahrungszufuhr kümmert und kann nicht einfach auf Vorrat einen riesen Berg hinstellen. Anders als dieses, kommt je nach Futter hinzu, dass man sich bemühen muss, dem Pferd Wertvolles vorzusetzen, das klar erkennbar den nötigen Inhalt liefert. Das vielgelobte “nur Heu” ist nur machbar, wenn man in Kauf nimmt, dass ein grosser Teil aller so versorgten Pferde viel zu viel davon aufnehmen. Folglich werden sie viel zu schwer. Und, sie sind trotzdem für viele Eigentümer klar erkennbar unzufrieden, hungrig, krank, zeigen trotzdem Mängel, sind widersetzlich etc.

Wo das Pferd schon zu dick ist, macht das zusätzliche Verabreichen von Futter welches (hoffentlich) das Fehlende liefert keinen Sinn oder alles noch schlimmer. Noch dicker.

Profitieren tut weder das Pferd selbst, der Eigentümer noch die Gattung “Pferd”. Der Markt hingegen… der will natürlich, dass das Pferd fett und krank wird. Vom Tierarzt zum Landwirt zum Futtermittelproduzenten, -Verkäufer, Ausrüstungshersteller, Hufpfleger, Hufschuhhersteller, Hufschmied, Therapeuten von Aromatherapie bis Wunderheiler, Pferdehändler, Stallbetreiber, Coaches, Trainer …. sie alle haben ein Interesse daran, dass das Pferd möglichst lange möglichst unmöglich ist. Während der Eigentümer sich wundert und wartet und anlügen lässt “der hat aber schön abgenommen -noch mehr wäre schon zu dünn” und er niemals erfahren wird wie lässig und leicht (und billig) das Leben mit seinem Pferd sein könnte.

Aber was ist so schwierig daran, dem Tier nur so viel hinzustellen, wie nötig ist und wegzulassen was mehr als genug ist? Es wäre definitiv einfacher dem Pferd die Ration zu kürzen als dem eigenen Magen eine Mahlzeit vorzuenthalten. Letztlich ist aber alles eine Frage des Willens und nur ein Problem, wenn man sich eine dicke fette Lüge als Ausrede zurechtlegt.

Aus Perspektive des Pferdes und des Pferdebesitzers, gibt es keinen einzigen Anreiz für Übergewicht (ausser- ausser natürlich man hat Angst das Pferd könnte sich bewegen, au weia). Es hat nur Nachteile. Teure Nachteile. Traurige, tragische Nachteile.

 

 

Wann kommt die Katzensteuer?

Die Hundesteuer gibt es schon.

Warum gibt es noch keine Katzensteuer? Katzen gibt es allein in der Schweiz mehr als 1.5 Millionen, das sind also gut 150 Millionen Schweizerfranken an verpassten Einnahmen!

Eine Katzensteuer macht grundsätzlich Sinn, sind es doch gerade die Katzen die die Umgebung nutzen wie kein anderes Haustier. Sie laufen im öffentlichen Raum unbegleitet herum, verrichten ihr Geschäft mitten in die Futterwiesen und in den Getreide- und Gemüseanbau, reissen aus purer Lust  am Töten Millionen Vögel, Kleintiere, Amphibien und Insekten und verursachen unzählige Traumata bei geschockten Autofahrern denen sie im blödsten Augenblick unter die Räder rennen und den nachher mit dem schauerlichen Anblick konfrontierten Kindern und Passanten.

Ja, braucht der Büsihalter etwa eine Büsihafpflicht für die potentiell durch das Büsi verursachten Unfälle?

Wer ein Tier hält, welches frisch fröhlich draussen frei rum läuft, kackt und pisst was das Zeug hält, die ganze Nachbarschaft wach hält, Unfälle verursacht und wildert ohne Sinn und Verstand, der muss doch eigentlich auch Steuern bezahlen? Oder etwa nicht?

Ich würde einen Fortschritt hin zur Gerechtigkeit sehr begrüssen. Während nämlich die Hundehalter ihre Hunde an der Leine führen, erziehen, den Hundskack einsammeln und einen Zaun bauen müssen und trotzdem Steuern zahlen, profitiert der Katzenhalter rundherum gratis und franko und meint noch, das sei sein Grundrecht und überhaupt. Und äh. Ja.

 

 

Plädoyer für den Holzzaun

Tierweiden werden seit Jahrzehnten fast nur noch mit Kunstmaterialien erstellt. Früher war da der einfache Holzzaun mit zwei oder drei Querlatten. Braun oder farbig gestrichten. Traditionell gibt es für die verschiedensten Tiere und Situationen noch viele Holzzaunvarianten die heute allesamt verschwunden sind und höchstens noch auf Schauhöfen zu bewundern sind.

Der Holzzaun mit Querlatten hat besonders für die Pferdehaltung noch verhältnismässig lange gute Dienste geleistet. In den letzten Jahren wurden diese Zäune aber durch die Gesetzgeber immer weiter verboten -angeblich wegen dem “Landschaftsbild”.

Wer in diesem Land noch von einem Landschaftsbild reden will, wo jeder gottverdammte letzte Ecken unbewaldeter Fläche mit grottenhässlichen Wohnsilos zugepflastert wird, wo der Teufel getan wird, dass diese architektonischen Langweilstaten wenigstens noch mit grün -Pflanzen!- kaschiert würden…

Dass heute alles in Elektrozäunen eingezäunt ist, vom Schaf bis zum Pferd, ist für die Umwelt kein Segen. Plastik, so weit das Auge reicht. Sicher ist es in vielen Fällen zweckmässig, der Holzzaun sollte aber mehr Beachtung bekommen und gerade für Pferde, Esel, Alpakas und Ponys wieder erlaubt werden.  Problematisches Detail für die Pferdehalter sind die Elektrozäune deswegen, weil sie einerseits in unseren, für Pferdebegriffe, extrem beengten Bedingungen dem Verhalten des Pferdes zu wider laufen und grosse Risiken bergen und andererseits ausgerechnet die noch geeignetsten E-Zäune, die breiten weissen Bänder, teilweise verboten wurden. Wieder wegen der Optik… Wegen nichts anderem.

Immerhin, die hohen, gut sichtbaren weissen Pferdezäune sind für die umgebende Tierwelt kaum eine Gefahr. Aber auch kein Nutzen.

In E-Zäunen sterben jährlich tausende kleinere und grössere Wildtiere und viele unserer Weidetiere erleiden schwere Verletzungen die unter Umständen das Töten des Tieres bedingen. Besonders tragisch sind die Schafgitter die von vielen verantwortungslosen Schafhaltern jahrein-jahraus stehen (oder liegen) gelassen werden.

Ein E-Zaun hält nicht nur unsere Weidetiere drin, sondern auch Wildtiere draussen. Das heisst also, dass ein Zaun der unsere Tiere auf ein zugewiesenes Stückchen Land begrenzt, verhindert gleichzeitig auch den freien Zug von Wildtieren der Umgebung, was nicht Ziel der Einzäunung ist.

Mit einem Holzzaun kann problemlos das Pferd drin gehalten werden, während Reh, Wildschwein, Fuchs, Hase -dann wär’s das schon mit den grösseren Wildtieren der Schweiz- weiterhin ungehindert das Grundstück durchqueren oder mitbenutzen. Erfahrungsgemäss werden gut gepflegte Pferdeweiden gerne mitbenutzt.

Der Holzzaun dient Vögeln als willkommene Sitzgelegenheit und bietet in den Spalten des Holzes und den Befestigungszonen vielen Insekten ein Heim, die wiederum den Vögeln als Nahrung dienen.  Unter einem Holzzaun finden viele Pflanzen und Insekten eine Wohnung die an anderen Standorten nicht genügend Ruhe hätten und es ist kein häufiges Kürzen der Vegetation darunter nötig, wie beim E-Zaun. So kann sich in der Zaunzone am Holzzaun ein Mikrokosmos entwickeln, der alle bereichert. Ganz nebenbei kann ein Holzzaun auch begrünt werden und wird so noch einmal wertvoller.

Ein Holzzaun ist für Wildtiere kein Hindernis.

All das kann ein E-Zaun niemals bieten. Er stört die Tierwelt, erzeugt viel Abfall und birgt grosse Risiken.

Der Holzzaun ist ein lebendiges Naturprodukt und selbst der pingeligst gepflegte Holzzaun bietet noch mehr Vorteile und vielen Tieren ein willkommenes Plätzchen.

Ein Holzzaun rezykliert  zu 100%.

Hund und Leuchte

Sicherheit, gesehen werden, “see you”, jaja.  Was irgendwo Sinn macht, führt die Hundewelt ad absurdum.

Ein reflektierendes Halsband, vielleicht* eine ebensolche Leine, ist nicht schlecht, zumal es sowieso am Hund ist. Da kann es auch sichtbar sein. Warum nicht?

Wo der Sinn in grell blinkenden Halsbändern ist, die bestenfalls blenden, dem Hund die Sicht vermiesen und ganz sicher nie genau anzeigen wo das Vieh läuft, erschliesst sich mir nicht. Einzig beim prominenten Freischeissen im dunkeln zeigt  es mehr oder weniger wo der Hund ist… respektive was er tut -weils so lange am gleichen Ort blinkt.  Sinnlos. Aber geil. Oder so.

Häufigst jedoch tragen die durchaus Rotunden Hundeführer ihre grellen Leuchtvesten, während der Hund nichts dergleichen trägt und entweder frei oder etliche Meter entfernt am Ende einer Flexileine vollkommen selbstvergessen die Risiken des Strassenverkehrs geniesst.

Was sich diese Menschen überlegen, habe ich mir schon oft überlegt. Das Ergebnis ist ernüchternd. Ich befürchte, sie haben gar nichts überlegt. Es gibt keinen Sinn wie eine auf Grund gelaufene Boie durch Feld und Wald zu kreuchen und im Strassenverkehr steigt tendenziell das Risiko für den sowieso nicht am Leuchtobjekt gehenden Hund aus versehen unter die Räder zu kommen, weil die Boie wie ein Hilferuf am Strassenrand wirkt.

Vielleicht ist das einzige Argument, das für das Tragen dieser textilen Ausrufezeichen spricht, dass nachher niemand behaupten kann man sei nicht draussen gewesen mit dem Hund. Es habens alle gesehen, man war draussen… wobei, ob der Hund dabei war, das weiss man dann wieder nicht so genau.

Festzuhalten bleibt, die Boie muss noch weiter abnehmen, damit man irgendwann den Hund auch sieht… Leuchten ist offensichtlich keine Tätigkeit und verbrennt auch keine Kalorien. Dem Hund tät’s gefallen wenn der Leuchte ein Lichtlein aufginge.

 

*Eine Leine soll gerade so lang sein, dass der Hund mit den Füssen den Boden noch erreicht wenn er maximal 1m neben dem Führer hergeht.